Friday, June 02, 2006

THEMENVORSCHLAG: AIRPORT Sabiha Gökcen






Hallo liebe IstanbulerInnen,

... hier ein weiteres thema und zwar der neue flughafen sabiha gökcen. es gibt in istanbul 2 flughäfen zum einen der internationale atatürk airport auf der europäischen wo wir auch ankommen werden und zum anderen der int. sabiha gökcen auf der anderen seite. obwohl dieser flughafen nicht ausgelastet ist gibt es bereits pläne für einen 3. flughafen in der nähe von levent. wie steht sabiha da wo liegen die probleme wie sind die perspektiven das wäre ein ziemlich interessantes thema- vielleicht will sich ja jemand der noch unentschlossen ist damit befassen.

hier noch ein paar sachen die ich aus dem internet für euch zusammengetragen habe zu sabiha gökcen:


Die Entwicklung Anatoliens wird von der anatolischen Seite Istanbuls beginnen

Der internationaler Sabiha Gökçen Flughafen bereitet sich vor, wie die erste Kriegspilotin der Welt, Sabiha GÖKÇEN, deren Namen er trägt, der Türkei neue Horizonte zu öffnen. Der Flughafen, welcher der erste Schritt des Projektes "Industriepark der fortgeschrittenen Technologie" ist, mit dem neben Transport, Außenhandel, Luftfahrt und Technologie zahlreiche weitere Dienstleistungen für unser Land geplant sind, wird für die Umwandlung des Gebietes zu einer Technologiebasis das Vorbild sein, genau wie jemals Sabiha GÖKÇEN das Vorbild für die Emanzipation der türkischen Frauen war, in allen Gebieten des Lebens zu den Männern gleichgestellten Rollen zu übernehmen.
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Wer ist Sabiha Gökcen?
Sabiha Gökcen wurde im Jahre 1913 in Bursa geboren. Die junge Sabiha, die die erste Kriegspilotin der Welt war, wurde im Jahre 1925 von Atatürk als Ehrenkind adoptiert und bekam von ihm den nachnamen "Gökcen". Sie besuchte zuerst die Cankaya Grundschule und das Mädchencollege in Üsküdar/Istanbul, wurde im Jahre 1935 in die zivile Luftfahrtschule Türk Kusu, der türkischen Luftfahrtsanstalt, eingeschrieben und erhielt später in Ankara das höhere Segelflugdiplom. Anschließend wurde Gökcen mit 7 weiteren jungen Studenten zusammen nach Kirim / Rußland geschickt, wo sie ihr Aufbaustudium in Segelfliegerei abgeschlossen hat. Im Jahre 1936 wurde sie in die militärische Luftfahrtschule Eskisehir aufgenommen und infolge des speziellen Studiums, das sie hier erhielt, wurde sie zur militärischen Pilotin. Für eine Weile hat sie in dem I. Flugzeugregiment in Eskisehir ihr Praktikum abgeleistet und flog hier mit Jägerflugzeugen und Bombern. Im Zuge der Trazien- und Ägäis-Manöver nahm sie an der Dersim-Operation teil. Im Jahre 1938 hat sie auf Einladung der Balkanstaaten einen Rundflug über den Balkan durchgeführt. Anschließend wurde sie zur Rektorin von Türkkusu ernannt. Bis zum Jahre 1955 hat sie hier ihre Funktion erfolgreich geführt. In ihrem Leben hat sie 22 diverse Leichtbomber und akrobatische Flugzeuge geflogen. Sabiha Gökcen ist am 22 März 2001, einen Tag nach ihrem 88. Geburtstag, verstorben. Sie ist ein Vorbild für alle Pilotinnen der Welt. Ihre Legende wird mit uns fortleben.
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Sabiha Gökçen was the world's first female combat pilot, yet the story of this extraordinary Turkish woman is relatively unknown in the United States . The Legendary Girl of The Skies incorporates rare archival footage and interviews to recount her amazing life story and accomplishments in aviation history. The adopted daughter of Kemal Atatürk, the founder of the Republic of Turkey , Gökçen was born in 1914. Her childhood coincided with the dawn of aviation, the spectacular age when airplanes began to dominate the skies and command the battlefields. After completing aviation school, she became a combat pilot at the young age of 23, on the eve of the Second World War. Her skills and bravery during the war earned her numerous international awards and recognition. Gökçen retired from active flying in 1964 and died in Ankara in 2001. Istanbul 's second international airport is named in her honor.

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Sabiha Gökçen (*21. März 1913 in Bursa; † 22. März 2001 in Ankara) Türkin, ist als die erste Kampfpilotin der Welt in die Annalen der Luftfahrtpioniersgeschichte eingegangen.

Ebenso bemerkenswert wie ihre berufliche Karriere ist der Lebenslauf von Sabiha Gökçen. Wie Hrant Dinkk, der Chefredakteur der armenisch-türkischen Zeitschrift Agos, Anfang 2004 schrieb, soll sie evtl. eine Überlebende des Völkermordes an den Armeniern gewesen sein. Auch die türkische Tageszeitung „Hürriyet" berichtete damals über diesen Fall.

Fest steht, daß sie in jungen Jahren von Kemal Atatürk adoptiert und als Türkin erzogen worden ist. Der türkische Staatsgründer selbst sorgte für die neue Identität seiner Adoptivtochter und gab ihr am 19. Dezember 1934 den Nachnamen „gök", was „Himmel" auf türkisch bedeutet. Erst mit Gesetz vom 21. Juni 1934 sind Familiennamen in der Türkei eingeführt worden.

Sabiha Gökçen besuchte das Istanbuler Üsküdar-Mädchenkollegium und begann 1935 Ihre Pilotenausbildung an der türkische Zivilflugschule (Türk Kuşu Sivil Havacılık) in Ankara. Am Ende ihre Flugausbildung wurde sie zusammen mit sieben männlichen Flugzeugführern zur Weiterbildung in die Sowjetunion beordert. [1936]] trat sie der türkische Luftwaffe in der Militärflugschule Eskisehir bei. Mit dem Diplom Nummer 372 wurde sie als Militärpilotin anerkannt.

Ihre ersten Einsätze flog Sabiha Gökçen im Sommer 1937/Frühjahr 1938 während der Niederschlagung der Kurdenaufstände in Dersim. Dort bombardierte sie im speziellen Stellungen der kurdischen Stämme der Haydarhan und Demenhan, die während des Genozids besonders vielen Armeniern Unterschlupf gewährt hatten. Bei diesen Luftangriffen sollen laut verschiedener Forscher (sh. Quellen) zwischen 3.000 bis 10.000 Kurden umgekommen sein. Sabiha Gökçen beschreibt diesen Einsatz in einem von ihr geschriebenen Buch „Mein Leben auf den Spuren Atatürks", das der türkische Luftfahrtverein zum Anlaß des 100. Geburtstages des Staatsgründers herausgab.

In Atatürks handschriftlichem Testament von 1938 erhielt Sabiha Gökçen 600 TL aus den Dividenten der von Atatürk gehaltenen Aktien (Gesamtwert 2800 TL). Zusätzlich bekam sie soviel Geld zugeteilt, daß sie sich ein Haus kaufen konnte.

Das handgeschriebene Testament Atatürks wurde am 15.9.1938 von dem 3. Amtsgericht in Ankara unter der Az. 1938195 T wie folgt beglaubigt:

Im Jahre 1951 nahm sie auch am Korea-Krieg teil. Sie war Mitglied des 1. Luftwaffenregiments in Eskişehir. Für besondere Tapferkeit vor dem Feinde, die sie bei ihren zahlreichen Einsätzen immer wieder unter Beweis stellte, wurde ihr der höchste Fliegerorden verliehen und sie wurde in den Rang eines Majors befördert.

Sabiha Gökçen hatte die Leitung der Kampfpilotenausbildung der türkischen Luftwaffe inne. Sie war noch bis 1955 im aktiven Militärdienst tätig. Danach flog sie bis 1964 in einer Kunstflugstaffel, in der sie ihre außergewöhnlichen fliegerischen Fähigkeiten demonstrierte. Insgesamt 22 verschiedene Flugzeugtypen, sowohl Propellermaschinen als auch Jets, flog Sabiha Gökçen im Laufe ihrer Fliegerkarriere.

Posthum wurde der neue Istanbuler Flughafen im asiatischen Teil der Stadt nach ihr benannt: Flughafen Istanbul (Sabiha Gökçen).

Die Ausbildung von Atatürks Adoptivtochter zur Flugzeugführerin hatte vielschichtige Gründe. Einerseits konnte er damit seinen Landsleuten das Lehrmuster einer modernen türkischen Frau zeigen, der gleichberechtigt jede Berufswahl offenstehen. Andererseits setzte er Sabiha Gökçen in ihrer Funktion als Militärpilotin für die nationalistischen Propaganda der noch jungen türkischen Republik ein.

2004 kam es zu massiven Protesten des türkischen Militärs und nationaler Kreise, als die Behauptung aufkamen, Sabiha Gökçen wäre als Armenierin geboren worden.

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